david stern
Titel Orte des Novemberpogroms 1938 in Innsbruck
 
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AKTUELLES & VERANSTALTUNGSHINWEISE

 
     
 

Gedenktafel Kaufhaus Tyrol

Am 22. Juli 2010 wurde im Eingangsbereich des Kaufhaus Tyrol eine Gedenktafel mit folgendem Inhalt enthüllt:

"An dieser Stelle befand sich das 1908 gegründete Warenhaus "Bauer und Schwarz", das 1938 arisiert wurde und von 1966 bis 2007 als "Kaufhaus Tyrol" weiter bestand. Die Familien Bauer und Schwarz waren seit der Mitte des 19. Jahrhunderts in Innsbruck ansässige jüdische Kaufmannsfamilien, die mit dem Bau ihres Warenhauses das erste moderne Großkaufhaus Westösterreichs schufen, Das Warenhaus überstand die Herausforderungen des Ersten Weltkriegs, der Weltwirtschaftskrise und der Inflationszeit. Das Ende der langen jüdischen Kaufmannstradition erfolgte 1938 mit dem "Anschluß". Die Mitglieder der beiden großen Familien wurden verfolgt, vertrieben und einige von ihnen ermordet. Israelitische Kultusgeimeinde für Tirol und Vorarlberg"

Neben der Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde für Tirol und Vorarlberg Dr. Esther Fritsch und Signa Holding Chef René Benko sprachen die Innsbrucker Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer sowie Landtagspräsident DDr. Herwig van Staa, die Festrede hielt der Historiker Dr. Horst Schreiber.

Im Rahmen der Eröffnungsfeierlichkeiten des neuen Kaufhaus Tyrol in der Maria Theresien Strasse am 4. März 2010 machte ein Demonstrant mit Schildern auf die jüdische Vergangenheit des Kaufhauses aufmerksam und wurde daraufhin gewaltsam von der Polizei entfernt und wegen "Ordnungsstörung, Lärmerregung und Anstandsverletzung" angezeigt.

 

Kaufhaus Tyrol

Kaufhaus Tyrol

 

 

 

Salurnerstrasse 8 / Familie Landauer

Ein weiterer Schauplatz der Pogromnacht in Innsbruck war die Salurnerstrasse 8, wo die Familie Landauer wohnte.

Salurnerstrasse 8

Salurnerstrasse 8

 

 

 

 

 

NEUE BÜCHER:

 

Thomas Albrich (Hg.) - < Judenbichl - Die jüdischen Friedhöfe in Innsbruck >

 
thomas albrich - judenbichl
 

"Die Beiträge dieses reich illustrierten Bandes erzählen die Geschichte der jüdischen Friedhöfe in Innsbruck, von der Errichtung des Friedhofs am „Judenbichl“ im 15. Jahrhundert bis zum heutigen israelitischen Friedhof am städtischen Westfriedhof, und zeichnen damit gleichzeitig die Entwicklung der jüdischen Bevölkerung Innsbrucks im Laufe der Jahrhunderte nach."

Aus dem Inhalt:
Thomas Albrich: Vom Judenbichl bis zum Westfriedhof: die jüdischen Begräbnisstätten in Innsbruck.
Michael Guggenberger: Der alte jüdische Friedhof am Judenbichl
Martin Achrainer: Die jüdische Abteilung am städtischen Friedhof in Innsbruck 1864–1945
Niko Hofinger: Die jüdische Abteilung am Westfriedhof in Innsbruck nach 1945
Ada Rinderer: Judenbühel – alter jüdischer Friedhof
Martin Achrainer: Alphabetisches Verzeichnis der jüdischen Beerdigungen in Innsbruck 1790–2002

Haymonverlag.at

       
 

Horst Schreiber (Hg.) < Von Bauer & Schwarz zum Kaufhaus Tyrol >

 
Schreiber - Kaufhaus Tyrol
 

"1908 errichten die im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts zugewanderten jüdischen Familien Bauer und Schwarz das erste Warenhaus in der Innsbrucker Maria-Theresien-Straße und revolutionieren damit die Konsumwelt in Tirol. In der NS-Zeit werden die Familien enteignet und aus Tirol vertrieben, zahlreiche Familienmitglieder ermordet. Die Überlebenden erhalten nach einem 12-jährigen Prozess eine lächerlich kleine Vergleichszahlung. 1966 beginnt mit der Eröffnung des Kaufhaus Tyrol eine neue Ära, die durch wechselnde Eigentumsverhältnisse gekennzeichnet ist. Wirtschaftlich erfolgreiche Jahre werden von einem stetigen Niedergang abgelöst, der in der Schließung des Kaufhauses mündet. Das nun nach kontroversen Prozessen entstandene moderne Einkaufszentrum soll als Magnetbetrieb den Handel in der Innsbrucker Innenstadt stärken. Zahlreiche Lebensgeschichten werden durch erstmals publiziertes Fotomaterial illustriert. Ein Fotoessay dokumentiert Abbruch und Neubau.

Studienverlag.at

       
 
Gerda Hofreiter - < Allein in die Fremde - Kindertransporte von Österreich nach Frankreich, Großbritannien und in die USA 1938-1941 >
 
Gerda Hofreiter
 

"Wien, Ende 1938. Die Situation der jüdischen Bürger verschlimmert sich von Tag zu Tag. Die Visabeschaffung wird neben dem täglichen Überleben zur zentralen Problematik. Als die Möglichkeit für getrennte Kinderemigration publik wird, ist die Nachfrage groß. Über das Palästinaamt wird die Jugendalija nach Palästina durchgeführt, während die Israelitische Kultusgemeinde Transporte in europäische Länder und später in die USA organisiert. In solchen Kindertransporten fahren von Wien aus an die 3.000 Kinder allein in ein fremdes Land und entgehen so der Verfolgung durch das NS-Regime. In „Allein in die Fremde“ werden die Lebensgeschichten dieser Kinder nachgezeichnet. Die Autorin gibt einen ausführlichen Überblick über alle Transporte ab Wien und verfolgt anhand von Akten und Zeitzeugenberichten die Wege und Schicksale der Kinder – ein lebendiger und fesselnder Blick auf einen bislang „weißen Flecken“ unserer Zeitgeschichte."

Studienverlag.at

       
  Thomas Albrich (Hg.) < Von Salomon Sulzer bis "Bauer & Schwarz" Jüdische Vorreiter der Moderne in Tirol und Vorarlberg >
 
Albrich - Von Salomon Sulzer bis Bauer & Schwarz
 

"Kaufmann, Kantor, Hotelier, Politiker – exemplarische jüdische Lebensgeschichten aus dem späteren 19. Jahrhundert, in denen sich der Prozess der jüdischen Emanzipation ebenso widerspiegelt wie der zunehmende Antisemitismus.

Der Hohenemser Salomon Sulzer, Reformer und musikalischer Superstar des beginnenden 19. Jahrhunderts, gilt noch heute als Ikone des religiösen jüdischen Aufbruchs in die Moderne in Österreich. Zur selben Zeit kämpft der böhmische Unternehmer Martin Steiner in Innsbruck um die rechtliche Gleichstellung der Juden. Ihre Geschichten stehen, zusammen mit vielen anderen, exemplarisch für einen langwierigen Prozess der jüdischen Emanzipation, der in den hundert Jahren zwischen 1814 und 1914 zur religiösen und wirtschaftlichen Modernisierung in Tirol und Vorarlberg führte – doch scheinen ihre Verdienste längst vergessen.
Thomas Albrich und sein Team sind ihren Spuren aufmerksam gefolgt und auf mutige, innovative und bewegende Schicksale gestoßen. Nach den Lebensgeschichten in Wir lebten wie sie, die in den Holocaust führten, macht er uns nun mit den jüdischen Pionieren jener ersten Generation bekannt.

Thomas Albrich, geboren 1956 in Dornbirn, Ao Univ.-Prof. am Institut für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck, Hauptarbeitsgebiete: Zweiter Weltkrieg, alliierte Besatzungspolitik in Österreich, Geschichte der Juden und des Zionismus. Zahlreiche Aufsätze und Buchveröffentlichungen."

Haymon Verlag

 

 

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update 08.08.2010

 
     

 

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