david stern
Titel Orte des Novemberpogroms 1938 in Innsbruck
 
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EDUARD WALLNÖFER PLATZ, Landhausplatz - Mahnmal
 

Mahnmal / Menorah

Hausnummer Eduard Wallnöfer Platz 3
 

Im November 1995 wurde im Rahmen des "Landtag der Jugend" ein Antrag für die Errichtung eines Mahnmals für die ermordeten Juden in der "Reichskristallnacht" eingebracht und das Jugendreferat des Landes Tirol schrieb einen Wettbewerb an Tirols höheren Schulen aus.

Eine Jury, darunter die Vorsteherin der Israelitischen Kultusgemeinde Dr. Esther Fritsch sowie Bischof Reinhold Stecher, entschieden sich für das Projekt von Mario Jörg, einem 18jährigen Schüler der Höheren Technischen Lehranstalt für Maschinenbau in Fulpmes, die HTL Fulpmes baute es nach und im Juni 1997 wurde die Menorah am Landhausplatz von Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg eingeweiht.


Der Sockel des Mahnmals weist auf die Todesopfer Josef Adler, Wilhelm Bauer, Richard Berger und Richard Graubart hin. Auf dem Kreis um das Mahnmal herum steht folgender Eintrag:

...um nicht zu vergessen, dass Vorurteile, Hass und Unbesonnenheit zu einer grausamen Spirale der Gewalt führen können ...wurde dieses Mahnmal 1997 errichtet.

...um nicht zu verschweigen, dass in der Nacht vom 9. zum 10. November 1938, "Reichskristallnacht" - Novemberpogrom, jüdische Mitbürger in Innsbruck ermordert wurden und ihnen viele Kinder, Frauen und Männer in den Tod folgen mussten...

 

Hören Sie hier das jüdische Gebet "El male rachamim - Gott voller Erbarmen" - vorgetragen am 9. November 2013 von Dr. Esther Fritsch und Dr. Bea Neuman von der Israelitischen Kultusgemeinde für Tirol und Vorarlberg. (1)

Dateiformat mp3 (9mb)

Mahnmal Landhausplatz - © Thomas Kleissl

Mai 2011 © Manfred Mühlmann

Mahnmal Menorah



 
 
   

Inschrift Mahnmal - Josef Adler

Inschrift Mahnmal - Richard Berger

Inschrift Mahnmal - Wilhelm Bauer

Inschrift Mahnmal - Richard Graubart


November 2012 © Manfred Mühlmann




Durch die Neugestaltung des Landhausplatzes wurde das Mahnmal im Jänner 2011 etwas versetzt neu aufgestellt. Weiters wurden an das in unmittelbarer Nähe befindliche Befreiungsdenkmal die Namen von 107 Menschen angebracht, die im Widerstand gegen das NS-Regime ums Leben kamen.

Seit März 2012 gibt es eine ausführliche Homepage zum Eduard Wallnöfer Platz in Innsbruck von erinnern.at



Landhausplatz Befreiungsdenkmal





Stadtrundfahrt

 

update 02.12.2013

 

 

 
Literatur: Martin Achrainer

- Das Pogrom-Denkmal, in: Gabriele Rath / Andrea Sommerauer / Martha Verdorfer (Hg.), "Bozen Innsbruck - zeitgeschichtliche stadtrundgänge", Folio Verlag 2000, S 85 - 89

Esther Fritsch / Reinhold Stecher

- Dein Herz gedenkt der Schrecken ..... , in: Das Fenster - Tiroler Kulturzeitschrift, Heft 44, 22. Jahrgang, Innsbruck 1988, Aus zwei Ansprachen der Gedenkfeier an die Pogrome gegen Juden in Innsbruck in der "Reichskristallnacht" 1938

Edwin Klien

- Mahnmahl Novemberpogrom 1938, Dokumentation zur Entstehung des Mahnmals, Amt der Tiroler Landesregierung, Abteilung JUFF, 1997

Bernhard Natter

- Herrschaftsbau und Platz für Denkmäler, in: Gabriele Rath / Andrea Sommerauer / Martha Verdorfer (Hg.), "Bozen Innsbruck - zeitgeschichtliche stadtrundgänge", Folio Verlag 2000, S. 80 - 84

Wolfgang Pfaundler

- Wie es dazu kam: "Schon wieder ein Denkmal, in: Das Fenster - Tiroler Kulturzeitschrift, Heft 64, 31. Jahrgang, Innsbruck 1997

Reinhold Stecher

- Es ist ein Denkmal der Jugend, in: Das Fenster - Tiroler Kulturzeitschrift, Heft 64, 31. Jahrgang, Innsbruck 1997

 

Quellen:
Der Eduard Wallnöfer Platz in Innsbruck - http://www.pepperweb.net/landhausplatz/index.php

(1) Aufnahme "El male rachamim" 9. November 2013 - Landhausplatz - Manfred Mühlmann

 

© 2000 - 2016 Manfred Mühlmann