Der im Auftrag von Gauleiter Franz Hofer agierende Arisierungskommissar Hermann Duxneuner setzte u.a. SS-Rottenführer Alois Mössmer als Treuhänder des Betriebes ein. Martha Wild, die geschiedene Ehefrau von Richard Hermann - die Scheidung war bewusst gesetzt, um den "Nürnberger Rassegesetzen" zu entsprechen - stimmte schlussendlich im Jänner 1940 einem Tausch- und Kaufvertrag zu, bei der die Immobilie Leopoldstrasse 28 mit dem Wohnhaus vom Südtiroler Adolf Lauda in der Amraserstrasse 13 getauscht wurde. Das geschätzte Gesamtvermögen von rund 1,3 Millionen Reichsmark war auf 90.000 Reichsmark geschrumpft, dem im Vertrag angegebenen Wert des Objektes in der Amraserstrasse.
Nach dem Novemberpogrom flüchteten die Schwestern Margarethe Graubart und Elisabeth Kirchlechner mit ihren Kindern nach England bzw. in die USA. Ihre Eltern kamen über das polnische Zwangsarbeitslager Lódz in das Vernichtungslager Chelmno. Dort wurden Wilhelmine und Alois Hermann 1942 bei einem Lastwagentransport vergast.
Nach einem Rückstellungsverfahren wurde durch einen gerichtlichen Vergleich im März 1951 die ehemalige Firma Hermann sowie die Liegenschaft Leopoldstrasse 28 an die rechtmäßigen Erben, u.a. die nach Innsbruck zurückgekehrte Margarethe Graubart, zurückgegeben und eine Ablöse von 100.000 Schilling bezahlt.